Wer billig bucht, zahlt oft deutlich drauf

Reisebüro-Experte warnt vor versteckten Mehrkosten und Abzocke

„Hinter Internet-Billig-Angeboten bei Hotels und Flügen verbergen sich oft versteckte Mehrkosten. Diese entstehen dadurch, dass Taxen oder Kreditkartengebühren beim Angebot zuerst nicht ausgewiesen sind. Erst wenn es zum Zahlen kommt, sind diese plötzlich da und verteuern so die Endpreise deutlich“, warnt Werner Marschall, Präsident des österreichischen Visit-USA-Kommittees http://visit-usa.at gegenüber pressetext.

„In vielen Internetbuchungsportalen sind die Zusatzkosten nämlich nicht im Preis enthalten, sondern werden erst beim Buchungsvorgang aufgeführt“, weiß Marschall, der seit mehr als 20 Jahren in der Reisebüro-Branche tätig ist und die Kundenreklamationen kennt. „Wer einen renommierten Veranstalter im Reisebüro bucht, erlebt solche Überraschungen nicht, denn die dort ausgewiesenen Preise sind immer Inklusivpreise.“

Vorsicht bei zu guten Flugpreisen

Häufig locken Airlines auch mit extrem günstigen, oft kurzfristig buchbaren und nicht refundierbaren Flügen, die deutlich unter den normalen Ticketpreisen liegen. Das ist immer dann der Fall, wenn die Airlines auch noch die letzten freien Sitze in einem Flugzeug verkaufen wollen. „Zudem ist bei vielen Inlandsflügen das Gepäck nicht inkludiert – was dann zu Überraschungen beim Check in führen kann.“

„Bei manchen USA-Destinationen muss man besonders vorsichtig sein, denn häufig passiert das in Zeitperioden, in denen riesige Conventions oder sonstige Veranstaltungen stattfinden. Dabei kann es selbst in großen Städten wie San Francisco, Las Vegas oder auch New York zu Engpässen bei Unterkünften und zu extrem hohen Zimmerpreisen kommen.“

Marschall kennt von Kunden sogar Fälle, wo Reisende nach ihrer Ankunft stundenlange Autofahrten unternehmen mussten, um endlich ein freies – und vor allem auch ein erschwingliches Hotelzimmer zu ergattern.

Versteckte Kosten beim Mietauto

Hinter den mittlerweile ausufernden Angeboten verschiedener Mietwagen-Unternehmen verbergen sich auch sehr oft versteckte Mehrkosten, die der Kunde erst entdeckt, wenn dieser den ursprünglich viel günstigeren Mietvertrag abgeschlossen hat. „Hier liegen die Tücken im Detail“, warnt der Experte. Das betrifft zum Beispiel die im Preis enthaltenen Versicherungen, die über die gesetzliche Haftpflichtversicherung hinausgehen. Dazu gehören etwa die Höhe der Selbstbehalte im Falle eines Unfalls sowie die Frage, ob das Fahrzeug vollgetankt retourniert werden muss.

Weitere Fallen sind Zusatzkosten für einen zusätzlichen Fahrer oder massive Zuschläge für Fahrer unter 25 Jahren sowie die Frage, wie der Fahrzeugvermieter die Benutzung kostenpflichtiger Mautstraßen abrechnet. „Bei manchen Vermietern ist das elektronische Mautverrechnungs-Gerät zur Benutzung solcher Straßen nicht im Preis inkludiert, sondern es wird eine tägliche Pauschale dafür verrechnet, ganz egal, wie oft Mautstraßen benutzt wurden“, erklärt Marschall. „Bei den Veranstalterpauschalen fällt einmal die Miete für das Gerät oder die Registrierung an und dann werden nur die benutzten Mautstraßen abgebucht.“

Beratung im Reisebüro spart Geld

„Die Beratung im guten Reisebüro ist unumgänglich, wenn man auf eigene Faust unterwegs sein und Zeit sowie Kosten sparen will. Kompetente Reiseexperten kennen die besten und attraktivsten Routen und bauen so das beste Angebot zusammen“, meint Marschall. „Es ist ein Irrglaube, dass man bei einer Internet-Buchung billiger und besser wegkommt.“

„Zur schlimmsten Abzocke gehören auch diejenigen, wo Kunden auf privaten Seiten gelotst werden, um die erforderliche elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) zu erhalten. Auf der offiziellen Website http://bit.ly/KfPKQ7 kostet diese derzeit 14 Dollar. Private Dienstleister, die nicht sofort ersichtlich sind, haben – so berichteten Kunden – bis zu vier Mal so viel verrechnet“, erklärt Marschall abschließend.

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